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Ein Pferd ohne Round-Pen longieren.?

Posted on May 4, 2010

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Hallo :)
Also das Pferd meiner Freundin ist 9 Jahre alt, und sie sagte dass sich ihr Pferd auf einer Wiese oder auf dem Reitplatz nicht longieren lässt, im Round Pen klappt es allerdings schon.
Gestern habe ich es selber ausprobiert und ich habs selber auch nicht geschafft Am Anfang ist sie schon schön um mich rumgegangen doch nach nicht mal 5 Minuten :D ist sie mir einfach immer davon gerannt, was ich dann versucht habe immer mit der Longeleine zu spielen damit sie weiß dass sie da noch ne Leine hat, doch irgendwann hat nicht mal mehr das geklappt und ist davon galoppiert.
Meine Freundin hat gesagt, dass es auch vorkommt dass sie sich nach ihnen dreht und dann ausschlägt, sie hat es sogar schon mal mit einer Doppellonge probiert, doch da schlägt sie nach der Longe aus, die hinten rum geht.
Wie kann man einem Pferd es lernen sich frei longieren zu lassen?

danke jetzt schon mal

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  1. Ausbinden wirkt positiv beim Longieren.Allerdings binde ich unsere Pferde aus, indem ich 2 Bergsteigerseile, je 2,5 m lang. An jedem Seil wird ein kleiner Karabinerhaken befestigt und in die Wassertrense oder in die Seitenringe des Kappzaums geharkt.Nun führst du beide Seile zwischen die Vorderbeine durch,führst sie rechts und links an der Vorderhand hoch und verknotest sie.Vorteil: Das Pferd kann selbst entscheiden wie weit es den Kopf nach unten nimmt, nur nach oben hin ist es sinnvollerweise eingeschränktt.Probierer es mal aus .Wirkt Wunder!

  2. versucht den reitplatz doch erst mal in der mitte mit flatterband oder weideband abzutrennen,dann ist er nur noch halb so gross.vielleicht gewönnt sie sich dran und dann nach und nach das band versetzen das der platz woche um woche grösser wird.vorallem nicht zu oft machen,sie soll nicht genervt sein davon.und wenn sie lieb war(auch wenn am anfang nur zehn min.) viel loben u. für diesen tag aufhören. es gibt auch die möglichkeit die longe am longiergurt (an dem ring der auf gleicher höhe wie der gebissring liegt)und dann durch den gebissring ,zu befestigen.ABER: bitte nur erfahrene leute,dafür muss man gefühl haben u. nicht wild drauf los ziehen etc. sie kann so schlecht nach aussen weg,aber man muss dann aufpassen das sie nicht nach innen kommt oder immer stehen bleiben will.deswegen braucht man übung u. immer den richtigen zeitpunkt zum reagieren u. viel gefühl!!!!bitte nicht hektisch drauf los probieren.versucht erstmal variante 1. viel erfolg und denkt dran in der ruhe liegt die kraft!

  3. Hallo,

    ich denke Du weißt selber, dass die Stute kein Problem mit dem Longiertwerden hat , sondern sich einfach entzieht und die Arbeit verweigert in dem sie aus dem Zirkel ausbricht und geradeaus davonläuft. Sehr schlecht ist, dass das Pferd offensichtlich schon mehrfach damit durchgekommen ist, das bedeutet mehr Aufwand bei der Korrektur. Wirklich helfen kann Dir am besten jemand vor Ort der idealerweise einen Kurs im Longieren absolviert hat. Es kommt sehr häufig vor, dass die Leute einfach falsch zum Pferd stehen und damit keine klaren Signale senden was bei manchen Pferden eine fatale Wirkung haben kann. Ausserdem ist es wichtig, dass der Longierende sehr aufmerksam das Pferd beobachtet, man kann meistens schon im Voraus erkennen, wenn das Pferd auch nur daran denkt, Unsinn zu machen und muss dann aus der Situation SOFORT reagieren. Wie die Reaktion aussieht, hängst sehr viel vom Pferd und den Umständen ab.

    Du schreibst zwar nichts dazu, aber bitte: nicht unausgebunden longieren! Es hat keinerlei Sinn und Zweck ein Pferd am Halfter (oder nur mit Trense) im Kreis um einen rum laufen zu lassen, dann stell es lieber auf die Wiese damit es dort sein Bewegungspensum erfüllt. Es kann hilfreich sein, das Pferd zeitweise innen etwas kürzer auszubinden, dann fällt es nicht so leicht den Hals steif und gerade zu machen und aus dem Zirkel zu galoppieren.

    Es gibt eine Reihe von mehr oder weniger “harten” Korrekturmethoden, die jedoch nur von erfahrenen Leuten angewandt werden sollten. Sorgen bereitet mir allerdings, dass das Pferd offensichtlich ein Dominanzproblem hat (dreht sich im Zirkel um, schlägt nach Personen), daher würde ich Euch raten, am besten einfach aufs “freie” Longieren zu verzichten bis ihr die Möglichkeit habt, das Problem jemandem anzuvertrauen, der sich auch wirklich durchsetzen kann. Ich fürchte, durch weiteres Probieren wird es nicht besser. LG

  4. Hallo Kleeblatt!

    Erst mal zur Doppellonge: Da dieses Pferd noch nicht gelernt hat, an der normalen Longe korrekt zu laufen, würde ich auf die Doppellonge erst mal verzichtet. Ausserdem ist das eine Arbeit, die gelernt sein will (wie das richtige Longieren übrigens auch). Und einem unausgebildeten Pferd führt man niemals die Doppellonge bereits über die Hinterhand, sondern zu Anfang immer über den Rücken. Dass sie danach ausschlägt ist eine ganz normale Reaktion und ihr könnt froh sein, dass nichts schlimmeres passiert ist.

    Im Gegensatz zu meinen Vorrednern würde ich dieses Pferd auf keinen Fall ausbinden, das wäre mir bei den Reaktionen die es zeigt, viel zu gefährlich für das Pferd. Ausserdem ist es auch nicht notwendig, ein Pferd, dass es richtig gelernt hat, kann sich auch ohne Ausbinder korrekt tragen. Dass es im Roundpen im Kreis läuft ist logisch, da es kaum eine andere Wahl hat. Ob es dort aber auch korrekt läuft lässt sich schwer sagen ohne es gesehen zu haben.

    Genau deswegen kann man Dir keinen wirklichen Rat vom PC aus geben, da wir die Ursache des Problems nicht richtig beurteilen können. Möglich, dass das Ausschlagen ein Dominanzproblem ist, kann aber auch was ganz anderes sein. Um das zu beurteilen muss man das Pferd bei der Arbeit gesehen haben. Von daher rate ich euch, sucht euch jemanden, der die Ausbildung an der Longe beherrscht und der euch und das Pferd unterrichten kann. Alles andere ist planloses Rumdoktern.

    Schau mal unter diesem Link, da findest Du viele Infos zum Longieren und auch einige Videoclips, wie es richtig aussehen soll. Ausserdem zeigen einige Clips auch gut, wieviel besser die Pferde laufen, wenn sie nicht ausgebunden werden.

    http://www.wege-zum-pferd.de/

  5. Ich kann mich eigentlich nur Webster anschließen…

  6. ja da haben wir mal wieder das Problem: “erfahrenes” Pferd und unerfahrener Reiter/Longierer/Betreuer. Solche Probleme entstehen immer dann, wenn man erst mal rumprobiert, ohne richtige Kenntnisse. Kann ja nicht so schwer sein, das Pferd im Kreis laufen zu lassen. Auf solche Mentalität stoße ich immer wieder, wenn ich gewissen Leuten vorschlage, Longierunterricht (wohlgemerkt nicht Longenunterricht) zu erteilen. Also dafür wollen sie kein Geld ausgeben.

    Wenn das Pferd damit schon mehrmals durchgekommen ist, und die Beschreibung der ausgefeilten Technik spricht dafür, dann sollte die Longenausbildung von vorne begonnen werden (back to the roots), in Einzelteile zerlegt und neu zusammengesetzt werden, aber niemals ohne Begrenzung, damit das Pferd nicht noch mehr “Erfolge” auf seinem Konto verbuchen kann. Du und Deine Freundin, ihrs solltet davon zunächst mal die Finger lassen, das muß ein Ausbilder machen, sonst besteht die Gefahr, daß ihr euch verletzt oder auch das Pferd (ausschlagen, mitschleifen, verbrannte Hände, weil ihr keine Handschuhe anhabt, in die Longe einwickeln).

    Daher gebe ich jetzt hier keine konkreten Tipps, denn dann wurschtelt ihr weiter bis zum Abwinken. Außerdem muß vorher geklärt werden, ob die Bewegung auf der Kreislinie dem Pferd Schmerzen verursacht und das Problem so überhaupt erst entstanden ist.

    Abschließend sollte mal bemerkt werden, daß das Longieren frei auf einer Wiese am besten unterlassen werden sollte oder nur von einem Erfahrenen Ausbilder durchgeführt werden sollte. Man kann das vielleicht gerade noch mit älteren, sehr gut ausgebildeten Pferden, die man am besten lange kennt oder selbst ausgebildet hat, machen.

    Also Ausbilder suchen oder im Round-Pen bleiben!

  7. Mit viel Geduld und Ruhe, sonst erreichst Du genau das Gegenteil und vor allen Dingen darfst Du Dir nicht selber im Weg stehen und unsicher werden. Wenn das Tier nach Dir ausschlägt, konsequent die Longierpeitsche einsetzen und ihm so vermitteln, dass es das besser sein lässt. Am Anfang sollte vielleicht am besten jemand mitlaufen, der dem Tier die Richtung weist, denn es kann einfach sein, dass es völlig irritiert ist und gar nicht weiss, was von ihm verlangt wird.
    Könnte sogar sein, dass es die Longierpeitsche eventuell als seinen Feind ansieht (Ich weiss ja nicht, wonach Dein Pferd ausschlägt, wenn du longierst, ob nach Dir oder nach der Peitsche), dann solltest Du hingehen und es vor und nach dem Longieren mit der Longierpeitsche abreiben, damit es merkt, dass die Peitsche ein “Freund” ist.

    P.S.: In manchen Ställen gibts leider keinen “Roundpen” da bleibt dann oft genug bloss das freie Feld zum longieren und da muss man sich eben irgendwie anders helfen und ein Pferd, welches stätig ist zu reiten würde höchstens zu noch grösseren Problemen führen, deswegen halte ich es eigentlich für die bessere Idee, eben erst mal zuzusehen, dass Du vielleicht jemanden findest, der Dir beim Longieren eventuell behilflich sein kann.

    Was ich allerdings für möglich halte ist, dass das Tier eventuell durch das laufen im Kreis eventuell ein genau so grosses Problem bekommen könnte, wie der Mensch der es longiert (Drehschwindel!)
    Solltest vielleicht am Anfang das Tier erst mal nur für ganz kurze Phasen um Dich herum laufen lassen und immer wieder die Richtung wechseln, sodass es ihm gar nicht schwindelig werden kann. Ausserdem kannst Du auf diese Weise dein Pferd auch gleichmässig gymnastizieren, denn es könnte ja durchaus auch sein, dass es sich gegen das Longiert werden wehrt, weil es einfach zu viel und zu häufig eine ganz bestimmte Körperseite belastet (Scherkräfte die zum Tragen kommen, wenn nicht die Hohle sondern die andere Seite des Tieres longiert wird). Solltest aber darauf achten, dass Du eben gleichmässig beide Seiten nutzt.
    Hat den Vorteil, dass Dein Tier ganz behutsam lernt, was es zu tun hat, da Du ja immer wieder etwas anderes von ihm verlangst und es dadurch auch wesentlich aufmerksamer sein muss, um mit zu bekommen, was von ihm verlangt wird.
    Am Anfang (In den ersten ein oder zwei Runden bis zum Wechsel und bis zum nächsten Wechsel) immer jemanden am Kopf mitlaufen lassen, damit es die notwendige Sicherheit bekommt und wie gesagt, ich denke Pferden geht es nicht anders als uns Menschen auch: Wenns zu schnell im Kreis rum geht, dann wird es ihnen mindestens genauso schwindelig.

    Ausserdem könntest Du ja auch erst mal ne Runde Bodenarbeit vorschalten und beispielsweise Vorhand- und Rückhandwendungen an der Hand mit dem Tier üben, damit es versteht, was Du von ihm willst, wenn Du ihm die Schulter zudrehst, beispielsweise.
    Auf diese Weise kannst Du sinnvolle Kommunikation mit dem Tier üben und ihm beibringen, dass es auf Deine Körpersprache zu achten lernt.

  8. Das Pferd scheint 10 mal chemisch gereinigt zu sein. Sprich es ist schlauer als ihr, ausser ihr longiert im Round-Pen.

    Warum wollt ihr mit diesem Pferd einen weiteren Kampf eingehen und das Pferd noch schlauer machen? Wenn ihr Pech habt wird dieses Pferd seine schlauheit noch auf andere Bereiche erweitern. Entweder holt ihr euch einen erfahrenen Profi dazu oder ihr longiert weiter im Round-Pen. Was spricht für euch gegen longieren im Round-Pen? Es ist doch sicher für euch und der Effekt ist der Gleiche.

    Bloß keine weiteren Experimente die das Pferd immer schlauer werden lassen.

  9. Wenn Unerfahrenheit mit im Spiel ist auf keinen Fall selbstständige Experimente das kann ganz fies ins Auge gehen lasst euch von einem Erfahrenen Trainer die nötige Hilfestellung geben und dann das gelernte nach und nach weiterverarbeiten wichtig ist natürlich die Rangordnung ist festgelegt die kann durch nachhaltige Boden Arbeit jederzeit hergestellt werden ebenso das Vertrauen Mensch / Pferd
    Und auch hier wie immer Tipps und Ratschläge am lebenden Objekt sind in der Regel besser als die reine Theorie


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